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Alpen�berquerung Juli 2003


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Im Juli 2003 unternahm ich mit zwei Freunden eine Tour durch die Alpen. Wir waren mit Mountainbikes unterwegs und haben unser ganzes Gep�ck in einem Rucksack getragen. Unsere Route f�hrte uns von Garmisch-Partenkirchen in S�dbayern �ber �sterreich nach Italien an den Gardasee. Dabei �bernachteten wir in g�nstigen Pensionen in gr��eren Orten wie S�lden und Merano.
Die f�r Karnivorenfreunde interessanten P�sse durften nat�rlich nicht fehlen, wenn wir unserer Tour den Titel "Alpencross" verpassen wollten. Und so kamen wir in luftige H�hen von bis zu 2500 Meter. Auf den beiden gr��ten P�ssen hatte ich das Gl�ck, einige Karnivoren am Wegesrand zu entdecken. Und da die beiden Jungs sowieso schon l�ngst auf und davon waren, habe ich nat�rlich gleich abgesattelt und die Kamera ausgepackt...



Um von �sterreich nach Italien zu gelangen, muss man eine Bergkette in den Alpen �berqueren, deren weit und breit einziger f�r Autos befahrbarer Pass das Timmelsjoch ist. Diese Passh�he liegt etwa 25 Kilometer hinter S�lden und ist 2509 Meter hoch. Eine Asphaltstra�e f�hrt hinauf. Da das �berqueren aufgrund der vielen Serpentinen m�hsam ist und au�erdem noch eine nicht gerade geringe Mautgeb�hr kostet, sind nicht viele Kraftfahrzeuge dort unterwegs. Wir Fahrradfahrer hatten also viel Platz und durften den Pass sogar umsonst �berqueren.
Nachdem wir S�lden im sch�nsten Sonnenschein bei Saunatemperaturen verlie�en, befanden wir uns nach etwa 2 Stunden Fahrt bergauf in 2000 Meter H�he in der reinsten Weltuntergangsstimmung: Nebel, peitschender Wind, k�hle 16�C (im Hochsommer - zur Mittagszeit!) und zeitweise leichter Nieselregen. Die Gegend wurde immer steiniger und immer weniger hohe Pflanzen und B�ume wuchsen an den Stra�enr�ndern.

Genau in dieser Gegend entdeckte ich dann einige hellgr�ne Fleckchen zwischen den Steinen - die ersten Pinguicula, vermutlich Pinguicula alpina.



Diese Pflanzen waren dann auch so ziemlich das letzte Gr�n �berhaupt, dass ich zu sehen bekommen habe, denn ab einer H�he von 2200 Metern wuchsen nur noch diverse Moose, Flechten und Heidestr�ucher. Wirklich gr�ndlich habe ich allerdings nicht mehr Ausschau gehalten - ich war einfach nur froh, als ich oben war ;)


�bers Timmelsjoch nach Italien zu kommen war allerdings noch die leichtere der beiden Pr�fungen, die wir uns selber eingebrockt hatten: Der Passo di Rabbi, zu deutsch einfach Rabbipass, ist kein besonders bekannter Pass, welcher vom Ultental aus �ber eine Bergkette f�hrt. Diese Bergkette mussten wir �berqueren, um in das Tal zu gelangen, in dem auch der Lago liegt.
Seinem geringen Bekanntheitsgrad hat es der Rabbipass wohl auch zu verdanken, dass keine asphaltierte Stra�e auf ihn herauf f�hrt. Oder aber man konnte einfach keine Stra�e bauen, weil die H�nge zu unregelm��ig sind und viel zu viele viel zu gro�e Gesteinsbrocken in der Landschaft herumliegen.
Der Anstieg begann recht human mit einem Schotterweg. Nach etwa einer halben Stunde entdeckte ich dann einen Abbiegepfeil in einen schmalen Wanderpfad und schlug diesen Weg ein in der Hoffnung auf eine Abk�rzung. Es war dann auch tats�chlich k�rzer, allerdings musste ich die ganze Zeit schieben. Zum Gl�ck - denn nur so konnte ich beim Durchqueren eines kleinen W�ldchens mit Bach das Sphagnummoos entdecken, welches an einem kleinen Hang massenhaft wuchs. Sogar rotes Moos war vorhanden - leider ist das Foto davon verwackelt.



Mit zunehmender H�he wurde die Landschaft immer felsiger und der Weg immer steiler. Und auf 2000 Metern angelangt stiefelte ich w�hrend einer kleinen Pause ein wenig zwischen den Steinen und Felsbrocken herum - und tats�chlich entdeckte ich die kleinen hellgr�nen Punkte schon nach wenigen Metern. Die Pflanzen waren etwa so gro� wie ein 5-Mark-St�ck und waren gr��tenteils gerade verbl�ht. Ich habe keinerlei Anzeichen von wei�en Bl�tenbl�ttern entdeckt, so dass ich bezweifle, dass es sich um Pinguicula alpina handelt. Welche Art es aber sonst sein k�nnte, kann ich nicht sagen. Einige lilafarbene Bl�tenbl�tter meine ich gesehen zu haben.



Die Temperatur betrug in dieser H�he ebenfalls nur 17�C, der Berg war in einer Wolke (wie fast immmer in dieser H�he) und der Boden bestand neben Steinen und Gesteinssplittern aus einer lehm�hnlichen, dunklen Erde.




Der Rabbipass bietet sicherlich noch mehr Karnivoren - leider bin ich nie mehr als 5 Meter vom Weg entfernt gewesen. Der gesamte Anstieg verlief in einem Naturschutzgebiet, durch das nur wenige Wanderpfade f�hrten. Die Gegend ist bis auf einige im Sommer in den Bergen lebende K�he und Ziegen v�llig naturbelassen. Ich bedauere es im Nachhinein wirklich sehr, dass ich nicht mehr Zeit hatte, um mich ein bi�chen besser umzusehen und noch mehr Fotos zu machen.
Abschlie�end noch einige Impressionen von unserer Tour:








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