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Besuch bei Erich Maier im Juli 2003


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Anl�sslich einer kleinen Radtour durchs M�nsterland haben Georg Stach und ich im Juli 2003 Herrn Erich Maier in Altenberge bei M�nster einen Besuch abgestattet. Erich Maier ist ber�hmt f�r seine Moorbeete, er hat zu diesem Thema ein Buch ver�ffentlich und widmet seine Freizeit der Pflege einer riesigen Gartenanlage voll von Gew�chsh�usern, Teichen, Moorbeeten und K�beln. Herr Maier besch�ftigt sich nach eigenen Angaben haupts�chlich mit der Zucht winterharter Orchideen - die ganzen Sarracenien in seinen Moorbeeten haben sich anscheinend �ber die Jahre selbst vermehrt und ausges�t. Einzig ein kleines Gew�chshaus mit gez�chteten Hybriden konnten wir ausmachen (Foto siehe unten).
Die teilweise bis zu 20 Quadratmeter gro�en Beete liegen direkt aneinander. Zwei schon etwas �ltere wild wachsende Rundbeete haben mich durch ihre Nat�rlichkeit besonders beeindruckt. Die Sarracenien wuchsen hier zwischen Heide, Erika, Blaubeerstr�uchern und vielen anderen mir unbekannten Pflanzen.




Auf einigen Ausstelltischen bietet Herr Maier seine Pflanzen zum Verkauf an. Zwar sind die Pflanzen nicht gerade g�nstig, doch kann man hier sichergehen, robuste und wetterfeste Pflanzen zu erhalten. Neben der unten abgebildeten Sarraceniahybride (Herr Maier konnte uns die genaue Kreuzung nicht nennen - vielleicht wollte er auch einfach nicht ;) ) standen dort noch winterharte Drosera (Drosera intermedia, Drosera rotundifolia, Drosera anglica), einige Venusfliegenfallen und viel Sphagnummoos.




Die l�nglichen Moorbeete mit etwa 20 Quadratmetern Gr��e waren ebenfalls schon sch�n bewachsen, wenn auch nicht ganz so wild wie die Rundbeete. Es gefiel mir, das man in der Bepflanzung der Beete kein System erkennen konnte. Herr Maier schien die Pflanzen einfach wachsen zu lassen, wie sie gerade wollten. Und um ein m�glichst naturnahes Moorbeet zu bekommen ist ja gerade das entscheidend.
Im Hintergrund erkennt man noch eine kleine Laube mit bepflanztem Dach.



In den Moorbeeten fanden sich nat�rlich haupts�chlich Sarracenien. Die kleinen Sonnentaue h�tten gegen den restlichen Bewuchs keinerlei Chancen gehabt, da die Str�ucher und B�sche viel zu hoch und dicht wachsen. Trotzdem haben wir dann noch einige andere Karnivoren in den Beeten entdeckt: Auf dem linken Foto sieht man Utricularia cornuta, ein Wasserschlauch der bei Herrn Maier in einem gro�en Betonbecken w�chst. Rechts eine wie ich finde wundersch�ne Dionaea, die sich ein strauchfreies Fleckchen mit der niedrig wachsenden Moosbeere teilt. An beiden Fotos erkennt man den Regen, den wir w�hrend unserem Besuch hatten - von der Stimmung her passend f�r das Besichtigen eines Moorbeetes ;)




Abschlie�end kann ich nur sagen, dass der Besuch bei Erich Maier f�r mich wirklich einmalig war. Ich kann mich nur wiederholen: die Nat�rlichkeit der ganzen Anlagen ist einmalig. Zwar ist Herr Maier mit seinen Beeten nicht leicht zu finden - doch wer die M�glichkeit hat, mit jemandem hinzufahren, der ortskundig ist (so wie Georg und ich das getan haben), der sollte diese Gelegenheit auf jeden Fall nutzen.






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